
- Trainer-Lehrgang - nach der Arbeit -
Foto: privat

- unsere Schulpferde - nach der Arbeit
P o e t i n
- Weltmeisterin der 6 j. Dressurpferde 2003

Mit der
hervorragenden Wertnote von 9,26 siegte Kathrin Meyer zu Strohen mit Poetin bei
der WM der jungen Dressurpferde.
P o e t i n - Bundeschampionesse der 6 j.
Dressurpferde

Foto: Walburga Schmidt
Sechsjährige: Poetin - „Wie vom anderen Stern“
Warendorf (fn-press). Erst konnte man eine Stecknadel fallen hören,
dann brandete lang anhaltender Applaus auf – und am Ende flossen die
Freudentränen der Reiterin Kathrin Meyer zu Strohen (Hoya). Sie hatte Poetin,
die amtierende Weltmeisterin der sechsjährigen Dressurpferde, zu einem weiteren
Sieg geführt. Dem Charme und der Ausstrahlung der Sandro Hit-Tochter aus dem
Brandenburgischen Haupt- und Landgestüt Neustadt/Dosse konnte sich keiner der
dichtgedrängt am Dressurviereck sitzenden Zuschauer entziehen.
„Ein Gänsehaut-Ritt“, kommentierte Bundestrainer Holger Schmezer
(Verden). Und Christoph Hess, Berichterstatter am Dressurviereck, sprach
Richtern und Publikum aus der Seele: „So eine Trabtour haben wir in den zehn
Jahren hier noch nicht gesehen. Das ist Dressur nahezu in Vollendung“. Die
Richter belohnten die von größter Harmonie zwischen Reiterin und Pferd geprägte
Vorstellung mit der Traumnote 9,5. Bereits die Finalqualifikation mit insgesamt
43 Startern hatte die Brandenburger Stute souverän mit einer Wertnote von 9,3
für sich entschieden.
Text Quelle:
http://www.fn-dokr.de/isy.net/servlet/broadcast/bc2003_dressurpferde.html
Bilderausstellung der Malerin Sonja Wegner am 29.05.2003

Wolfgang Wengler -
25 Jährige Treue zur Landesreitschule Hoya e.V.

Foto: Kreiszeitung Hoya
Er liebt seine Heimat: Borkum. Trotzdem
zieht es Wolfgang Wengler seit 25 Jahren regelmäßig nach Hoya in die
Landesreitschule. Ein Mal im Jahr „sattelt“ er sein Auto und reist mit Pferd und Anhänger gen
Hoya. In die Landesreitschule hat es ihn verschlagen, als er den Hoyaer
Reitlehrer Otto Meyer kennen lernte. „Ich war auch vorher schon geritten, kam aber nicht
so recht weiter“, erinnerte sich der Ostfriese. In der restlichen Zeit fühlt sich der
Ex-Marinesoldat auch in seiner ostfriesischen Heimat den Pferden verbunden.
„Mittlerweile bin ich dort als Reitlehrer
tätig“,
so der Ruheständler. Auch für den kulturellen Austausch sorgte Wengler schon:
„Die Borkumer Jazzband war auch schon hier
in Hoya“.
(Bericht der Kreiszeitung Hoya)
Bericht aus dem reitsport-magazin
Hannover-Bremen September 2002
Ausbildung/Niedersächsischen Landesreitschule in Hoya
Trainer-Duo
korrigiert konsequent
Reges Treiben herrscht in den langen Stallgassen
der Niedersächsischen Landesreitschule in Hoya. Es ist Abreisetag. Hier sucht
jemand seine Reitkappe, dort werden letzte Leckerlis verteilt, und eine dankbare
Mutter drückt Trainer Dirk Meier ein Glas selbstgemachte Marmelade in die Hand.
Schließlich hat ihre Tochter tags zuvor die Abzeichenprüfung gemeistert. Genauso
wie die rund vierzig anderen jugendlichen Teilnehmer des zweiwöchigen
„Ferienlehrgangs für Schüler mit Prüfung".
Insgesamt bietet der Betrieb neben Ausbildung und
Korrektur von Pferden, der Vorbereitung auf die Stutenleistungsprüfung und der
Vorbereitung zur Hengstauswahl, jährlich knapp vierzig Lehrgänge vom kleinen
Abzeichen bis zur Trainerlizenz an. Hans-Heinrich Meyer zu Strohen und Dirk
Meier unterrichten die reitbegeisterten Anfänger und Fortgeschrittenen in Praxis
und Theorie nach den klassischen Grundsätzen der Reiterei. Den Sitz und die
Hilfengebung „konsequent zu korrigieren" ist ihre Lehrmaxime an der 1925
gegründeten Landesreitschule. Zudem werden zu den Prüfungen hin die konkreten
Übungsabläufe einstudiert.
Da die erfahrenen Trainer das Leistungsniveau mit
ihren Schülern offen ansprechen, reitet nur der zur Prüfung ein, der wirklich
fit ist. Deshalb gibt es „Durchfaller" auch höchstens in Prüfungs-Teilbereichen.
Dafür sorgen auch die Lehrpferde Wonder, Windigo und Dexter gemeinsam mit ihren
20 anderen braven und gut ausgebildeten Kollegen. Ausgestattet mit „ganz klaren
Grundnerven" vermitteln sie den Schülern ein „weiches Sitzgefühl" bei „sehr
guter Annahme der Reiterhilfen". Allesamt Voraussetzungen die Meyer zu Strohen
als renommierter Dressurcoach von seinen Schulpferden erwartet. Bringen
Lehrgangsteilnehmer eigene Pferde mit, so setzen sich schulangestellte Bereiter
nur in Ausnahmefällen zur Korrektur in den Sattel. Dass die Reiter nach dem
Lehrgang mit ihren eigenen Pferden klarkommen, ist nämlich selbstverständliches
Ziel der Lehrgänge.
Keine Überflieger, sondern charakterlich
einbahnfreie Pferde hat auch Dirk Meier als Lehrmeister für den Springbereich im
Stall stehen. Ob Alisko, Flipper oder Lollipop, sie alle ziehen die Hindernisse
vertrauensvoll an und halten auch flatternden Reiternerven die Stange. Meyer
sieht sich in seiner Arbeit auch als einfühlsamer Psychologe: „Du kannst das
doch, reit doch einfach mal rüber!", macht er Mut. Nur in den reinen
Springlehrgängen geht es auch mal etwas rauer zu. In der Regel ist der
Umgangston in Hoya diszipliniert aber nicht zu streng. „Wir haben hier keinen
Ferienhof", legt Meyer zu Strohen Wert auf Disziplin. Schlägt mal jemand über
die Stränge, kriegt er eben eine Mistgabel in die Hand gedrückt und schiebt eine
extra Schicht, verrät Janine Döring, die gerade das „große Bronzene" erworben
hat. Ansonsten ist der Arbeitsablauf an der Landesreitschule, die bis zu 100
Pferde unterbringen kann, heute sehr kundenfreundlich. Lediglich Einstreuen,
Pferdputzen und Hufschlagpflege gehören nach wie vor zu den selbstverständlichen
Pflichten im Betrieb. Der beherbergt neben zwei Reithallen, großzügigen
Außenplätzen und Galoppbahn auch ein Internat für 40 Gäste. Das Modernisieren
der Zimmer steht in naher Zukunft auf dem Plan.
Jessica
E.M. Kaup
Fotos: Stroscher

Portraits
Hans-Heinrich Meyer zu Strohen 
1956 wurde Hans-Heinrich Meyer zu Strohen in
Osnabrück geboren. Die Pferde vom elterlichen Hof hatten es ihm schon als Kind
angetan, und so wählte er nach kaufmännischer Ausbildung und dem Fachabitur in
Wirtschaft den Weg in die Profi-Reiterei. Beim Verband Hannoverscher
Warmblutzüchter kam Meyer zu Strohen unter die Fittiche des legendären Hans
Joachim Köhler, der ihn die Verbindung von Pferde- und Menschenkenntnis lehrte.
Seit 1985 ist Meyer zu Strohen Pferdewirtschaftsmeister. Ein Jahr später
übernahm er die Landesreit- und Fahrschule in Hoya als Ausbildungsleiter. Bei
Aufenthalten in den USA und an der Spanischen Hofreitschule in Wien
perfektionierte er sein Reiten und seine Ausbildertätigkeit.
An die Spitze der dreijährigen deutschen
Reitpferde ritt er 2000 die Bundeschampionesse „Poetin". Der Träger des Goldenen
Reitabzeichens ist Trainer des Landesverbandes Hannover-Bremen und kümmert sich
bundesweit um die Erfolge der deutschen Junioren. Den diesjährigen
Europameisterschaften im italienischen Pratoni blickt er „mit einem positiven
Gefühl" entgegen. Meyer zu Strohen lebt gemeinsam mit Ehefrau Kathrin und
Töchterchen Carolina auf dem Gelände der Reitschule und ist mit seiner Reiterei
vollkommen zufrieden: „Der Job mit seinen Aufgaben ist für mich die vollste
Erfüllung."
Dirk Meier 
In Völklingen wurde Dirk Meier am 24. Dezember
1961 geboren. Schon als Jugendlicher mischte er auf ländlichen Turnieren bei der
Vergabe von Schleifen und Pokalen kräftig mit. Bevor Dirk Meier an die
Landesreitschule Hoya kam, absolvierte er eine dreijährige Lehre als
Betriebsschlosser. 1981 begann seine Lehrzeit in Hoya bei Reinhard Köppener, dem
damaligen Schulleiter. Die Ausbildung zum Pferdewirt Schwerpunkt Reiten schloss
er 1983 erfolgreich ab. Fünf Jahre später absolvierte er in Warendorf die
Prüfung zum Pferdewirtschaftsmeister und ist seither Berufsreitlehrer. Meier ist
zwar leidenschaftlicher Springreiter, legt aber viel Wert auf eine gründliche
Dressurausbildung als Basis. Neben der Ausbildertätigkeit bezeichnet Meier die
Turnierreiterei als sein Hobby. Mit guten Pferden macht ihm das „so richtig
Spaß". Seit 1999 ist Dirk Meier neben Hans-Heinrich Meyer zu Strohen als
Ausbildungsleiter an der Landereitschule erfolgreich tätig.
Quelle:
reitsport magazin für Hannover/Bremen